öffentliche Veranstaltungen

Auf Wiedersehen - Am Limes grenzenlos 2017

In zweijährigem Intervall wird am Welterbe-Tag ein gemeindeübergreifender Erlebnistag entlang des UNESCO Welterbes Obergermanisch-Raetischer Limes organisiert. Zahlreiche Gemeinden und Kommunalverbände, sowie die touristischen Organisationen und das Limesinformationszentrum entwickeln mit vielen ehrenamtlichen Kräften und den Limes-Cicerones Veranstaltungen für Sie. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die aktuellen Informationen pflegt das Limesinformationszentrum Baden-Württemberg auf einer Homepage (mehr)

Informationen über Termine und Hintergründe

Rückblick "Am Limes grenzenlos" 2015

Halheim
virtuelle Limeswelten
Gailsbach rekonstruierter Turm
Limes Heckenfest künftiges Gartenschaugelände
kleine Messe Limes Blick Zweiflingen
 
03.06.2015 08:52 Alter: 2 yrs

Limes-Cicerones aktiv "Am Limes grenzenlos"

viele Luftballons verdeutlichen die Welterbe-Linie

Immer der erste Sonntag im Juni ist Welterbe-Tag, an dem die UNESCO-Welterbestätten in Deutschland ihren "Adelstitel" feiern. Baden-Württemberg hat vier Welterbestätten aufzuweisen: Die Insel Reichenau, das Kloster Maulbronn, die steinzeitlichen Pfahlbauten am Bodensee und den baden-württembergischen Abschnitt des obergermanisch-rätischen Limes, Teil der nördlichen Außengrenze des römischen Imperiums und immerhin das zweitlängste Bodendenkmal nach der chinesischen Mauer.

Der Welterbetag am Limes wird als Aktionstag unter dem Titel "Am Limes grenzenlos" veranstaltet und vom Limes-Informationszentrum in Baden-Württemberg koordiniert. Es gibt zwar eine offizielle Zentralveranstaltung, dieses Mal in Großerlach-Grab im Norden des Rems-Murr-Kreises, aber an dem langgezogenen Strecken-Denkmal fand die Feier an vielen Orten gleichzeitig statt.

Viele Gemeinden und Städte entlang der Welterbelinie beteiligten sich:

  • Mosbach
  • Walldürn
  • Osterburken
  • Widdern
  • Jagsthausen
  • Walheim
  • Zweiflingen
  • Öhringen
  • Pfedelbach
  • Mainhardt
  • Großerlach
  • Murrhardt
  • Welzheim
  • Schwäbisch Gmünd
  • Böbingen
  • Mögglingen
  • Aalen
  • Rainau
  • Ellwangen
  • Ruffenhofen
  • Kipfenberg

 

Am Sonntag 7. Juni 2015, war es wieder soweit. Viele kleine und auch etwas größere Kommunen boten interessierten Gästen ein informatives und zugleich unterhaltsame Programme an. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von den Limes-Cicerones, den staatlich ausgebildeten Gästeführern am Limes, die sich als Bindeglied zwischen der historischen Limesforschung, der staatlichen Denkmalpflege und der Bevölkerung verstehen.

Sowohl der Verband der Limescicerones als auch der Welterbe-Status des Limes werden übrigens dieses Jahr 10 Jahre alt, was durch mehrere weitere Veranstaltungen gewürdigt wird.

Viele Limescicerones waren am Welterbetag im Einsatz. Von Nord nach Süd:

Monika Frisch startete um 14 Uhr am Römerbad bei Walldürn zu einer dreistündigen Wanderung entlang des Limes zu den Resten des Kleinkastells Hönehaus bei Hettingen. Neben dem Aufbau des Limes und dem Alltag der römischen Soldaten war die besondere Geologie der Stecke Thema.

Johannes Röder öffnete sein selbst errichtetes Wachthaus am Limes bei Unterkessach/Stadt Widdern und berichtete dort über das römische Geldwesen. Hartmut Frey zeigte seine römische Schuhmacherwerkstatt sowie seine Militärausrüstung.

Heinrich Kühner hielt von 15 bis 17 Uhr in Jagsthausen das Friedrich-Krapf-Museum mit römischen Töpferwaren geöffnet.

Doris Köhler erläuterte am Pfahldöbel bei Zweiflingen den besonders gut erhaltenen Limes. Dort fand ab 10 Uhr auch ein Limesfest mit buntem Programm statt, zu dem auch einige römische Soldaten erwartet wurden.

Im Weygang-Museum in Öhringen unter der Leitung von Gabi Stöhr gab es Sonderführungen zum Thema römisches Militär um 11 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr bei freiem Eintritt.

Auf dem zukünftigen Gartenschau-Gelände gab es an der Landart Skulptur Limeshecke ein Picknick-Fest, mit Vorführungen der Römertruppe "Numerus Brittonum" Welzheim und der neuen Öhringer Schautruppe. Von dort fuhren Kutschen zur Limesplattform in Cappel, wo Gerhard Krautter ab 12.30 Uhr Fragen beantwortete.

Hartwig Kümmerle stand an der Limes-Plattform in Pfedelbach-Gleichen interessierten Gästen zur Verfügung. Von dort hat man einen phantastischen Blick über die Hohenloher Ebene bis zur Plattform in Zweiflingen, rund 11 km entfernt.

Werner Benz erwartete ab 12 Uhr Gäste am römischen Wachtturm in Mainhardt-Gailsbach, Beispiel eines frühen Versuchs, römische Wachttürme zu rekonstruieren.

In Mainhardt war  das Römermuseum an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Klaus Happel und Heide Seltmann erläuterten die Exponate und bedienten die "Virtuellen Limeswelten". Dr. Claudia Greiner bot Speisen nach original römischen Rezepten an, und Torsten Pasler führte durch das römische Mainhardt und wies den Weg zum Handwerker-Markt in Mönchsberg.

In Großerlach-Grab fand ab 11 Uhr die offizielle Eröffnungsveranstaltung statt, mit Volker Walter und Landrat Johannes Fuchs. Auch dort gab es ein Fest mit römischen Speisen und Getränken. Ab 15 Uhr wurde der Limes zwischen dem Ort und der schönen Wachtturm-Rekonstruktion mit roten Luftballons kenntlich gemacht. Anschließend starteten die Luftballons zu einem Weitflugwettbewerb, bei dem es etwas zu gewinnen gab.

In Murrhardt öffnete Christian Schweizer das Carl-Schweizer.Museum mit interessanten Exponaten. Bei Michaela Köhler im Ärztehaus konnte man ab 10.30 Uhr an römischen Duftölen schnuppern und etwas über die römische Küche erfahren.

Im Ostkastell in Welzheim bot Jens Brückner eine Kastellführung an. Ungeduldige konnten sie bereits am Vorabend ab 20.30 Uhr mitmachen.

Nördlich von Schwäbisch Gmünd verläuft die ehemalige römische Grenze durch das Taubental. Dort berichtete Maria Faßbender über römische Kräutermedizin und Ernährung. Zwischendurch wurde sie in einer Spielszene als Schmugglerin verhaftet. Marja Gülch fertigte mit Kindern Perlenschmuck, Susanne Lutz und Cäcilia Bareis machten gewillten Damen römische Frisuren, was auch bei zwei römischen Modeschauen um 12 Uhr und um 15 Uhr guten Anklang fand. Um 12.45 Uhr und um 15.30 Uhr erläuterte Dr. Georg Zemanek die erstaunlich präzise römische Vermessungstechnik. Roland Müller wchte zusammen mit einigen Milites der Truppe Numerus Brittonum über dem Geschehen. Marcus Schaaf brachte sein militares Wissen mit ein.

In Mögglingen bot Katja Baumgärtner ab etwa 17 Uhr Führungen am rätischen Limes an.

Am Kastellplatz Halheim bei Ellwangen haben Herrad Küster und Hedwig Erhardt im Rahmen eines Kastellfestes das Aussehen des Kastells erläutert und eine römische Handmühle vorgeführt. Andreas Schaaf und Hannelore Klotzbücher waren ebenfalls aktiv.

Am Limestor in Dalkingen waren Liselotte Altthaler-Fuchs und Rainer Burger in Dienst.

Im Limesmuseum Aalen wurde die neue Ausstellung eröffnet.

Und im Limes-Hinterland in Walheim am Neckar verband Dr. Stefan Ernst Antike und Moderne und schickte bei seiner Führung um 14 Uhr durch das Römerhaus Karten und Rekonstruktionen aus Walheim auf die Smart Phones und Tablets der Besucher. 

Der erste Vorsitzender des Verbands der Limescicerones freute sich, dass wir auch im zehnten Jahr unseres Bestehens so viele Beiträge zur kulturellen Identität unserer Heimat leisten können.

 

Verband der Limes-Cicerones e.V.
Geschäftsstelle: Hauptstraße 3 · 74535 Mainhardt
Tel.: ++49 (07903 940256 · info@limes-cicerones.de · www.limes-cicerones.de

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