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Jahresexkursion 2018

Exkursion an den Wetterau-Limes vom 6. bis 8. April 2018

Jahresexkursion 2018 der Limes-Cicerones an den Wetterau-Limes

Die Jahresexkursion 2018 f├╝hrte die Limes-Cicerones an den Wetterau-Limes. Unter der bew├Ąhrten wissenschaftlichen Betreuung und F├╝hrung durch Dr. Stephan Bender vom Limes-Informationszentrum Baden-W├╝rttemberg besuchten die 40 Teilnehmer (5 hessische und 24 baden-w├╝rttembergische Limes-Cicerones mit Begleitungen) zahlreiche sehenswerte Ort, auch im Gebiet der Civitas Taunensium im Hinterland des Wetterau-Limes.

Der erste Tag war dem antiken NIDA gewidmet, dem zivilisatorischen Zentrum der Civitas Taunensium. Im Arch├Ąologischen Museum Frankfurt begr├╝├čte Dr. Carsten Wenzel die Teilnehmer und f├╝hrte anschaulich und lebendig durch die r├Âmische Abteilung, die im ehemaligen Karmeliterkloster untergebracht ist.

Nach dem Mittagessen folgte die Besichtigung der aktuellen Grabung im r├Âmischen NIDA, wo gerade der Tempelbezirk freigelegt wird - auf einem Areal, wo bisher von der Forschung das Forum der Stadt vermutet worden war. Dr. Andrea Hampel vom Denkmalamt der Stadt Frankfurt und Grabungstechniker Rolf Skrypzak erl├Ąuterten den Stand der Grabung und zeigten auch die neuesten Fundst├╝cke - im Original!
Den Tagesabschluss machte das Meerwesenmosaik in Bad Vilbel, das nach dem Originalfund exakt nachgelegt worden ist und in einem Glaspavillon besichtigt werden kann. Das Mosaik vermag dort unter einer bewegten Wasserschicht - wie einst in der Antike - gut den fr├╝heren Eindruck wiederzugeben

Der zweite Tag begann in Friedberg, wo auf dem Burgberg die Reste des Bades im Praetorium des Kastells besichtigt wurden. Anschlie├čend wurde der Mikwe im ehemaligen Judenviertel ein Besuch abgestattet, bevor im Wetteraumuseum Dr. Bender auch von seiner eigenen Grabungsvergangenheit erz├Ąhlte.
Nach dem Mittagessen wurde die Ruine des r├Âmischen Signalturms auf dem Johannisberg bei Bad Nauheim besucht, von wo aus man einen guten ├ťberblick ├╝ber das gesamte Gebiet der Wetterau hat. Die Besichtigung der Sternwarte schlug einen Bogen von der Antike bis in die Moderne. Der Turmstumpf der ehemaligen Kirche, die im fr├╝hen Mittelalter innerhalb einer H├Âhenbefestigung gegr├╝ndet worden war, wurde 1866 zum Aussichtsturm erh├Âht und 1965 schlie├člich zur Sternwarte umgebaut.
Weiter ging es zum Wacht- und Signalturm Wp. 4/16 auf dem Gaulskopf, wo auch das Gruppenfoto entstand. Den Tagesabschluss bildete die R├Âmerstra├če bei W├Âlfersheim mit Blick nach Echzell, sozusagen als Ausblick auf den folgenden Tag.

Der dritte Tag begann mit der Besichtigung des Kleinkastells Holzheimer Unterwald und der Rekonstruktion des Wp. 4/49. Dann besuchte die Gruppe das Kastell Arnsburg, zu dessen Lagerdorf auch ein Amphitheater geh├Ârte - von dem allerdings nichts mehr zu sehen ist. Es folgte ein kurzer Rundgang im Kloster Arnsburg, einem geschichtstr├Ąchtigen und stimmungsvollen Ort mit dem Grab von Wilhelm Christian Fabricius, dem Gro├čvater des Althistorikers Ernst Fabricius, ab 1902 Leiter der Reichs-Limeskommission.
Die dreit├Ągige Exkursion endete in Echzell, gesprochen mit Betonung auf der ersten Silbe und kurzem zweitem e, wie uns Dr. Jochen Degkwitz vom Heimat- und Geschichtsverein Echzell e.V. informierte. Die Fundamente des Kastellbades unter der evangelischen Pfarrkirche und das kleine aber feine Museum bildeten einen denkw├╝rdigen Abschluss der dreit├Ątigen Jahresexkursion 2018.

Verband der Limes-Cicerones e.V.
Gesch├Ąftsstelle: Hauptstra├če 3 · 74535 Mainhardt
Tel.: ++49 (07903 940256 · info@limes-cicerones.de · www.limes-cicerones.de

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