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GeodÀtische Arbeiten am Limes

Vortrag am 31. Juli 2019 von Prof. Siegfried Schenk ĂŒber "GeodĂ€tische Arbeiten am Limes"

Am 31. Juli 2019 berichtete Prof. Siegfried Schenk ĂŒber seine langjĂ€hrige VermessungstĂ€tigkeit am Obergermanischen Limes. Der siebente Vortrag der Mainhardter Vortragsreihe des Jahres 2019 fand vor voll besetztem Auditorium im Römermuseum Mainhardt statt. Nach einer kurzen Einleitung ĂŒber die Geschichte des Limes stellte Prof. Schenk die Ergebnisse aus mehr als zwanzigjĂ€hriger VermessungstĂ€tigkeit am Limes vor. Die VermessungsĂŒbungen, die die die Studenten der Hochschule fĂŒr Technik im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung machen mĂŒssen, können im Prinzip irgendwo stattfinden. Bei Prof. Schenk war es immer ein Stuck des obertĂ€tig sichtbaren Limesabschnitts von WalldĂŒrn bis zum Haghof, das punktgenau aufgenommen wurde. Der ArchĂ€ologe Dr. MĂŒller half bei der Festlegung der richtigen Punkte und die Ergebnisse wurden zu einem riesigen Datenbestand zusammengetragen. Dabei wurde natĂŒrlich auch die Frage nach der Geradlinigkeit des Limes untersucht. Über die ganze LĂ€nge waren es nicht mehr als 12 Meter. Das klingt nun nicht so spektakulĂ€r. Eine genauere Untersuchung enthĂŒllte, dass es drei Vermessungsabschnitte gegeben hat, innerhalb derer die Abweichung unter 1 m bleibt – und das bestĂ€tigt die frĂŒhesten Ergebnisse, die der GeodĂ€t Hammer schon 1899 veröffentlicht hatte. DarĂŒber hinaus gibt es die begrĂŒndete Vermutung, dass die Römer beim Abstecken Streckenabschnitte von etwa 180 m bis 200 m gebildet haben. Ein klein wenig konnte Prof. Schenk also das Geheimnis um die Arbeitsweise der Römer lĂŒften. Über die GrĂŒnde fĂŒr den genauen Grenzverlauf muss aber weiterhin spekuliert werden. Gut möglich, dass es sich um eine pure Machtdemonstration handelte: „Wir können das, und deshalb machen wir es auch!“ Der Abend endete mit vielen GesprĂ€chen in Kleingruppen bei Mulsum und Moretum, die von Michaela Köhler gereicht wurden. Ob der Polarstern den Besuchern den richtigen Heimweg gezeigt hat, bleibt allerdings ebenso ungewiss, wie seine Rolle bei der Absteckung der Limeslinie.

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